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Rote Husaren zünden Feuerwerk der Guten Laune

Dienstag 11.09.2007

Mit einem zünftigen Oktoberfestwochenende feierte der Musikzug Rote Husaren der Freiwilligen Feuerwehr Rülzheim vom 8.–10. September 2007 sein 50-jähriges Bestehen. Der Startschuss in dieses tolle Wochenende fiel am Samstag, 8. September, pünktlich um 19.30 Uhr, als Verbands- und Ortsbürgermeister Reiner Hör unter der fachmännischen Anleitung von Landrat Dr. Fritz Brechtel den Fassanstich ausführte. In weißer Voraussicht hatte man dieses Mal einen Zapfhahn aus Messing besorgt, der dem Elan des Rülzheimer Oberhauptes auch Stand hielt. Das vollbesetzte Festwiesenhaus strahlte dank Bühnenbild und weiß-blauer Dekoration original Wies’n-Atmosphäre aus, das Festbier vom Fass und die Speisekarte mit bayrischen Schmankerl’n und Spezialitäten gaben dem Fest die typische Oktoberfestnote. Der Samstagabend stand dann auch ganz im Zeichen der Roten Husaren, die durch ihren Dirigenten Henric Franck in monatelanger, intensiver Probenarbeit musikalisch bestens vorbereitet waren. Die Musikerinnen und Musiker, ausnahmslos im bayrischen Trachtenoutfit, ließen es von der ersten Minute an krachen und so sprang der Funke bereits beim ersten Stück auf das Publikum über. Man merkte der Kapelle auch sichtlich den Spaß an, den sie dabei hatte. Das Publikum honorierte dies mit wahren Beifallstürmen. Das in den vergangenen Monaten neu erarbeitete Programm der Husaren traf dabei auch genau den Nerv des Publikums. So griff die Kapelle immer wieder in die Schlager- und Oldiekiste, wurde unterstützt durch namhafte Künstler wie Jürgen Marcus und Roberto Blanco, dargestellt von Erhard Mendel, und steuerte schließlich auf den Höhepunkt des Abends zu. Dies war zweifelsohne der Auftritt des DJ Ötzi, in Person von Hubert Kupper, der seine alten und neuen Hits dem Publikum in bewährter Manier präsentierte. Ein Publikum, das komplett aus dem Häuschen war, machten hier mehrere Zugaben erforderlich. Erst lange nach Mitternacht machten sich die Strapazen des Abends bemerkbar und ein erschöpftes Publikum und die ausgepowerten Musiker ließen mit einem etwas ruhigeren Song einen langen und tollen Abend ausklingen.

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Bereits am Sonntag Morgen ging es mit einem Frühschoppenkonzert mit der Gastkapelle des Musikvereins Seerose aus Neupotz weiter. Zur Mittagszeit begann dann erneut der Sturm auf die Küche und Hax’n und Weisswürste fanden neben den gewohnten Spezialitäten aus der Küche der Rülzheimer Feuerwehr zahlreiche Abnehmer. Am Nachmittag spielten die Freunde des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Hambach auf, ehe dann der Musikverein Harmonie aus Hördt fast zwei Stunden Blasmusik auf allerhöchstem Niveau präsentierte. Gegen Abend war dann auch die Halle fast wieder bis auf den letzten Platz besetzt und die Musikfreunde aus Hatzenbühl sorgten noch einmal für hervorragende Stimmung.

Von vielen mit Spannung erwartet, bildete dann der Rülzheimer Abend am Montag den Abschluss dieses Jubiläumsfestes. Wie erwartet war auch an diesem Abend das Festwiesenhaus wieder bis auf letzten Platz gefüllt. Dem Rülzheimer Männerchor mit Frauenchor, unter der Leitung von Joachim Kuhn, war es vorbehalten, mit seinen gekonnten Liedvorträgen diesen Abend zu eröffnen, ehe es dann richtig laut wurde. Die Pfälzer Gugge Glugge, mit ihrem musikalischen Leiter und Gründungsvater Heinz Berdel, zogen in die Halle ein und heizten dem begeisterten Publikum ordentlich ein. Rechtzeitig zum Eintreffen des Kreisfeuerwehrinspekteurs Berthold Simon betrat dann ein Feuerwehrkommandant mit seiner Praktikantin die Bühne, um humorvoll und witzig über alltägliche Situationen bei den Floriansjüngern zu berichten. Mit dem Führungsduo der Rülzheimer Stecher, Ursula Wolff und Edi Harder, standen hier zwei ‚Rilzemer Originale’ auf der Bühne, die, vollkommen unbeabsichtigt, den Finger in die eine oder andere ‚offene Wunde’ legten. Bleibt zu hoffen, dass sie den ebenfalls im Publikum weilenden Bürgermeister Reiner Hör nicht auf dumme Gedanken gebracht haben, mit ihrer Art, den Problemfall Moby Dick zu behandeln. Rolf Kern mit seinen Sängerinnen und Sängern der GV Einigkeit bildeten den nächsten Programmpunkt und präsentierten Chormusik auf eine frische und moderne Art. Unterstützung bei einem Teil der Liedvorträge erhielten die Sängerinnen des Avista Chores durch den Gitarristen Thomas Greiner. Mystery Rock, ein hervorragend einstudierter Showtanz der Boygroup des TSC Royal, zu fetzigen Rockrhytmen, war an diesem Abend der erste Beitrag fürs Auge. Nach einer Choreographie ihrer Trainerin Sylvia Liebel boten die ‚Wilden Kerle’ einen tollen Tanz dar. Fast wie im Fluge verging die nächste Stunde im Programm, die ganz im Zeichen des Musikvereins Rülzheim stand. Unter der Leitung ihres Dirigenten Hubert Dörrzapf hatten die Musikerinnen und Musiker der Kapelle das Publikum schnell in ihren Bann gezogen und durften die Bühne natürlich ohne Zugabe nicht verlassen. Ein echter Hingucker, besonders für das männliche Publikum, war dann der nächste Showtanz, eine ‚After Work Party’, dargeboten von der Frauentanzgruppe Kir Royal, ebenfalls vom TSC Royal Rülzheim. Zusammen mit Trainerin Stefanie Zimmer und der Betreuerin Conny Mayer-Hartenstein boten die jungen Damen eine hervorragende Show. Auch hier war eine Zugabe obligatorisch. Die Herzen des weiblichen Publikums durften bei der Schlussnummer nocheinmal höher schlagen. Trainerin Martina Kiesling und ihr Co-Trainer Simon Leingang hatten mit dem Männerballett der KGR eine richtig fetzige Tanznummer zu den bekannten Melodien aus dem Film Blues Brothers einstudiert. Und obwohl die Show doch recht schweisstreibend war und eine gewisse Fitness abverlangte, waren die starken Jungs gerne bereit, nochmal einen Nachschlag zu servieren. Unter tobendem Applaus wurde auch diese Nummer und nochmals alle Aktiven dieses Abends von der Bühne verabschiedet.

Der Musikzug Rote Husaren und die Freiwillige Feuerwehr Rülzheim möchten sich hier nochmals bei allen Beteiligten, Helfern, Aktiven und mitwirkenden Vereinen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass Rülzheim drei Tage lang ein wirklich tolles Fest erlebt hat. Der Dank gilt nicht zuletzt auch den Gästen aus Nah und Fern: Ihr wart über drei Tage ein tolles Publikum.

verfasst am 11.09.2007 von Miriam Geiger