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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rülzheim

Samstag 15.03.2008
Wehrführer Manfred Leingang begrüßte die 70 Anwesenden der aktiven Wehr, des Musikzuges und der Altersabteilung. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Reiner Hör, Ehrenwehrleiter und Ehrenwehrführer Peter Kupper, Ehrenwehrführer Edgar Wagner und Ehrenstabführer Norbert Leingang. In einer Gedenkminute hielten die Anwesenden für alle Verstorbenen inne, besonders für Heinz Kerner, Herbert Heubel und Carsten Hoffmann, von denen sich die Feuerwehr 2007 verabschieden musste. Während sich die Zahl der Gesamtmitglieder um 2 auf 249 erhöhte, stehen derzeit 66 Aktive (Vorjahr 70) für den Feuerwehrdienst bereit. Im letzten Jahr waren 60 Einsätze (32 Brände, 28 technische Hilfeleistungen) zu bewältigen, 9 weniger als in 2006. Bei jedem Einsatz in der Verbandsgemeinde wird die Einsatzzentrale im Feuerwehrhaus Rülzheim besetzt und je nach Einsatzlage erfolgt auch die Unterstützung der Ortswehren mit Personal und Gerät aus Rülzheim Aufgegliedert ergeben sich somit für den Ortsbereich Rülzheim 27 Brände und 14 techn. Hilfeleistungen, für Leimersheim 3 Brände und 7 technische Hilfeleistungen, für Hördt 1 Brand und 3 techn. Hilfeleistungen und für Kuhardt 1 Brand und 4 techn. Hilfeleistungen. Von der Rülzheimer Wehr mussten 78 Stunden zur Einsatzbewältigung aufgewendet werden. Im Durchschnitt dauerte somit ein Einsatz rund 75 Minuten. Die Verteilung übers Jahr und auch nach der Uhrzeit weist keine Besonderheiten auf. Man kann sagen die Feuerwehr war 2007 rund um die Uhr gefordert. Besonders erwähnenswert in 2007 sind ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der Landstraße Leimersheim-Neupotz (9.5.) und Gebäudebrände in Leimersheim ( 29.6.) und Kuhardt (24.12.). In diesem Zusammenhang wies Wehrführer Leingang auf die Veröffentlichungen im Heimatbrief unter „Notruf 112“ hin, in denen über Einsätze, Ausbildungen und sonstige Aktivitäten aus den Verbandsgemeindewehren berichtet wird. Er dankte dafür dem Pressewart Wolfgang Sinn. Ebenso galt sein Dank den Erstellern und Pflegern der aktuellen Homepage der Feuerwehr Rülzheim, Thomas Barth, Miriam Geiger, Daniel Heid und Thomas Schweigler. Sie haben im letzten Jahr damit begonnen die Homepage zu modernisieren. Seither werden oft auch sehr zeitnah Berichte über die Einsätze eingestellt. Auch die Schulklassenbetreuer, vorrangig Wolfgang Sinn, waren in 2007 sehr aktiv. An 14 Veranstaltungen haben 421 Kinder und Erwachsene teilgenommen. 94 Stunden wurden dazu geleistet. Darin enthalten sind auch Aktivitäten von Schulklassenbetreuer Wolfgang Sinn im Regionalfeuerwehrverband Vorderpfalz, auf Landes- und Bundesebene. Er war an der Erstellung und Verteilung von neuem Unterrichtsmaterial in einem Ordner „Fit für Feuergefahr“, in Zusammenarbeit mit der Uni Landau, beteiligt. Wehrführer Leingang ging kurz auf die Notfallstationsübung in Wörth ein, an der auch eine Reihe Mitwirkende aus Rülzheim dabei waren. Erwähnenswert war hierbei, dass Thomas Barth und Thomas Schweigler, maßgeblich an der Entwicklung einer neuen Software für die Übung beteiligt waren, die sich im Echtbetrieb sehr bewährte. Auch dafür gab es Lob von externen Fachleuten und Übungsbeobachtern. Die Gruppe Barth/Sinn/Wagner erwarb das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze. Das im Jahr 2000 erstellte Fahrzeugkonzept wird wohl in diesem Jahr mit der Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges 16/25, es ist nun 32 Jahre alt, umgesetzt werden. Im Thema „Hochwasserschutz“ war Manfred Leingang zusammen mit Kreisfeuerwehrinspekteur Berthold Simon tätig und erstellte ein Konzept „mobiles Hochwasserschutzsystem“. Die Umsetzung ist nun Sache der Politiker. Es ist in diesem Zusammenhang auch ein Zentrales Katastrophenschutzlager in Hördt, sowie die Einrichtung einer Facheinheit „Wasser“ auf Landkreisebene in Planung. Die Wehren der VG Rülzheim werden dabei sicherlich eingebunden werden. Zum Schluss seiner Ausführungen dankte Manfred Leingang allen Zug- und Gruppenführern, dem Wirtschaftsteam, besonders seinem Stellvertreter Roland Leingang und „Hausmeister“ Günter Kapp, sowie allen Aktiven für ihr Engagement zum Wohl und Schutz unserer Bevölkerung. Henric Franck berichtete über den Musikzug „Rote Husaren“, der zur Zeit 45 Aktive und 16 Musikschüler in seinen Reihen hat. Es galt im letzten Jahr 70 Termine wahr zu nehmen (29 Auftritte und 41 Musikstunden). Lobend erwähnte der Dirigent, dass die Mitwirkung bei Proben und Auftritten von 60 Prozent im Jahr 2005 auf nunmehr 75 Prozent gesteigert werden konnte. Namentlich erwähnte er Sascha Wiedemann(68 mal mitwirkend) Jürgen Schlindwein (67) und Nina Schäffner (65). Die 16 Musikschüler werden von sieben Ausbildern, an erster Stelle Matthias Leingang als Dirigent der Schülerkapelle, beim Erlernen eines Instrumentes unterrichtet. Begonnen hat das Jahr mit Auftritten bei den Prunksitzungen der KGR, bei der Verleihung der „Goldenen Löwen“ an Karnevalisten in Speyer und der Vorderpfälzer Fasenacht. Das Jahr 2007 stand im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums des Musikzuges, das am 22.04. mit einer informativen und unterhaltsamen Feierstunde mit geladenen Gästen gewürdigt wurde. Im Oktober feierten der Musikzug und ihre Freunde und Gönner aus nah und fern, mit einem 3-tägigen Oktoberfest im Festwiesenhaus eine rauschende Party, die vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Zusammengehörigkeit von Musikzug und Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr wurde dabei einmal mehr eindrucksvoll demonstriert. Henric Franck bedankte sich am Ende seiner Ausführungen bei allen Musikern und Ausbildern. Besonders nannte er die Notenwartin Martina Jantzer, die Schriftführerin Michaela Bouche, sowie seinen Stellvertreter Jürgen Schlindwein. Hubert Wagner stellte in seinem Kassenbericht ein positives Ergebnis dar. Die Kassenprüfer Thorsten Greiner und Martin Vetter bescheinigten ihm eine ausgezeichnete Kassenführung und schlugen die Entlastung der Vorstandschaft vor, die auch einstimmig erfolgte. Nun war es an der Zeit zum Tagesordnungspunkt Beförderungen und Ehrungen zu kommen, die Bürgermeister Reiner Hör vornahm. Ernannt wurden Andreas Pfirrmann zum Feuerwehrmann, Steffen Clemens, Jens Dudenhöffer, Steffen Haag, Adrian Heubel, Philipp Kuhn, Christian Leingang, Thomas Schweigler, David Theile, Oliver Weiller und Sascha Wiedemann zu Oberfeuerwehrmännern, Florian und Sarah Kapp, Mathias Leingang und Hubert Rehberger zu Hauptfeuerwehrmännern, Roman Verlohner zum Löschmeister, Andreas Leingang zum Brandmeister und Thomas Barth zum Oberbrandmeister. Für langjährige Zugehörigkeit zu ehren waren Daniel Heid, Sascha Schäffner, Roman Verlohner (10 Jahre), Hermann Schröck (20 Jahre), Stefan Kupper, Roland Leingang, Hubert Kupper und Erhard Mendel ( 30 Jahre), Klaus Mayer, Norbert Wittenmeier, Thomas Wolff, Jürgen Schlindwein und Bruno Heubel (35 Jahre, diese Ehrung wird durch das Land mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold erfolgen), Karlheinz Sommer und Kurt Müller (40 Jahre). Im Anschluss ergriff Bürgermeister Hör das Wort. Er bedankte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr für die hervorragend geleistete Arbeit zum Wohl und Schutz unserer Bevölkerung. Er stellte die Wichtigkeit dieses Ehrenamtes deutlich heraus. Der von ihm aufmerksam verfolgte Jahresrückblick, zeigt wie viel Zeit und Engagement aufgebracht werden müssen, um den gestellten Anforderungen gerecht werden zu können. Ihn erfreute insbesondere, dass es in Rülzheim eine Reihe junger Menschen gibt, die sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe verschrieben haben. Die Politik sieht er in der Verpflichtung für die Feuerwehrleute, die nicht selten Gesundheit, bis hin zu ihrem Leben, aufs Spiel setzen, die notwendigen Gerätschaften bereit zu stellen. „In dieser Hinsicht sind wir in der Verbandsgemeinde auf einem guten Weg“, wie er anführte. Bürgermeister Hör gab als Ausblick bekannt, dass die ersten Überlegungen zum Neubau eines Feuerwehrhauses in Rülzheim angestellt werden. Die Realisierung eines solchen Projekts lässt sich jedoch nicht schnell verwirklichen. Er bat die Feuerwehr sich tatkräftig in ein solches Projekt mit ein zu bringen. Dies wurde ihm auch spontan zugesagt. Zum Schluss der Versammlung informierte Wehrführer Leingang noch darüber, dass auf Landkreisebene ein Einsatzplan „Stromausfall“ erarbeitet wird, es zu Änderungen bei den Dienstgradabzeichen kommt, künftig Einladungen an die meisten per E-Mail versendet werden , die Ölspurbeseitigung in erster Linie nicht mehr von den Feuerwehren vorgenommen werden darf und im Spätjahr auf Wunsch vieler Wehrangehöriger ein „Berufsfeuerwehrtag“ statt findet. 24 Stunden lang, von Freitag bis Samstag, sind dann Wehrleute im Feuerwehrhaus und werden einige Aufgaben erfüllen müssen. So wie es eben bei einer Berufsfeuerwehr zugeht. Nachdem der stellvertretende Wehrführer Roland Leingang unserem Wehrführer Manfred Leingang für sein außerordentliches Engagement für die Feuerwehr gedankt hatte, beendete dieser die Jahreshauptversammlung. Die geehrten und beförderten Feuerwehrkameraden/-innen:

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verfasst am 15.03.2008 von Miriam Geiger