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Jahreshauptübung der Verbandsgemeindefeuerwehren

Freitag 26.09.2008

Jedes Jahr findet eine Jahreshauptübung aller vier Wehren der Verbandsgemeinde statt. Im Wechsel wird in jedem Ort geübt. In diesem Jahr war das Übungsobjekt die katholische Kirche in Hördt.
Wehrführer Hubert Ehnes und Andreas Olschewski planten die Übung.

Auf das Einsatzstichwort ?Brand im Glockenturm? wurde um 18.30 Uhr, ein Alarmfunkspruch an die Freiwilligen Feuerwehren (FF) Hördt und Rülzheim abgesetzt. Bei einem solchen Stichwort rückt die Stützpunktwehr Rülzheim sofort zusammen mit der Ortswehr aus.
Nach einer ersten Lageerkundung durch den Gruppenführer des Hördter Kleinlöschfahrzeuges (KLF), der Rauch im Glockenturm feststellte, alarmierte der Einsatzleiter über die Feuerwehreinsatzzentrale in Rülzheim sehr schnell die Wehren aus Leimersheim und Kuhardt.
Ein Atemschutztrupp der Hördter Wehr nahm einen Löschangriff über den Speicher des Kirchenschiffes zum Glockenturm vor. Ein Schlauch wurde von außen mit einer Leine zu einem Fenster des Speichers gezogen.
Die Rülzheimer Wehr brachte die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug auf der Kirchstraße unterhalt des Turmes in Stellung. Das Wenderohr der Drehleiter wurde in Betrieb genommen.
Die Besatzung des Rülzheimer Löschgruppenfahrzeuges verlegte eine Schlauchleitung in den Hof zwischen Pfarrhaus und Kirche. Von dort wurden Rohre und ein tragbarer Wasserwerfer eingesetzt, um Kirchenschiff und Pfarrhaus vor dem Übergriff des Feuers zu schützen.
Auch auf dieser Seite waren Atemschutztrupps unterwegs.
Die Kuhardter Wehr verlegte eine Schlauchleitung von der Kirchstraße über den Herimannusweg zum KLF der Hördter Wehr, setzte einen C-Rohr zwischen Kirche und Pfarrhaus ein und stellte einen Sicherheitstrupp für die eingesetzten Atemschutzgeräteträger.
Die Leimersheimer Wehr hatte mir ihrem Löschgruppenfahrzeug die Aufgabe aus dem Klingbach Löschwasser zu pumpen und damit von der Bachseite her einen Löschangriff durchzuführen.
Da mehrere Atemschutztrupps im Einsatz waren, wurde das Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Atemschutz aus Rülzheim nachalarmiert. Der Abrollbehälter wurde im Schulhof der Grundschule positioniert und von dort aus die Atemschutzüberwachung vorgenommen.
Nachdem die Löscharbeiten in vollem Gange waren, sah die Übungsannahme vor, dass eine Person in den Heizungskeller unter dem Glockenturm gelaufen war, um dort das Gas abzustellen. Die Person wurde anschließend vermisst.
4 Wehrleute mit Atemschutz aus dem Rülzheimer Löschgruppenfahrzeug suchten die Person und brachten sie mit einer Trage ins Freie. Sie wurde dem Malteser Hilfsdienst Hördt-Rülzheim übergeben, der mit einem Rettungswagen und 4 Angehörigen an der Übung teilnahm.
Zudem waren Scheinwerfer an mehreren Stellen, zum Ausleuchten des Geländes um die Kirche, aufgebaut worden.
Hördter Wehrleute hatten die Kirchstraße für die Dauer der Übung abgesperrt.
Bürgermeister Reiner Hör, Wehrleiter Manfred Leingang, die Wehrführer der Ortswehren, Sven Diener, einer der beiden neuen Leiter des Ordnungsamtes, Sarah Lösch, Sachbearbeiterin Feuerwehr bei der Verbandsgemeindeverwaltung, und einige Besucher verfolgten interessiert den Übungsablauf.
Wehrleiter Leingang bedankte sich nach dem Übungsende im Feuerwehrhaus Hördt bei den versammelten 54 Wehrleuten.
Die Übung hatte vor Augen geführt, dass die Wasserversorgung bei einem solchen Brand die Achillesverse des Einsatzes ist.
Um möglichst viele Rohre mit Löschwasser zu versorgen, müssten auch Schlauchleitungen über eine längere Strecke, von Hydranten aus anderen Bereichen von Hördt, verlegt werden.
Die Drehleiter kann aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht nah genug an die Kirche heran, was auch nicht zu ändern ist. Je nach Windrichtung erreicht deshalb nicht alles Löschwasser aus dem Wenderohr der Drehleiter den Glockenturm.
Zur Entnahme von Löschwasser aus dem Klingbach wird man darüber nachdenken, eine entsprechende Stelle baulich zu schaffen. Bei der Übung war wenig Wasser im Bach gewesen und die Leimersheimer Wehrleute hatten mit Schaufeln eine Vertiefung ins Bachbett graben müssen. Dennoch konnte nicht genügend Wasser entnommen werden.
Das Übungsziel war erreicht worden.

verfasst am 06.10.2008 von Miriam Geiger