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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rülzheim

Freitag 18.03.2011 um 19:30 bis 20:55

Wehrleiter und Wehrführer Manfred Leingang begrüßte in der Halle des Feuerwehrhauses Bürgermeister Reiner Hör, Ehrenwehrleiter und -führer Peter Kupper, Ehrenwehrführer Edgar Wager, Ehrenstabführer Norbert Leingang, Abteilungsleiter Sven Diener, den Feuerwehrsachbearbeiter Sven Kröning und 67 Angehörige der aktiven Wehr, des Musikzuges "Rote Husaren" und der Altersabteilung. Die Versammlung gedachte mit einer Schweigeminute ihrer in den vergangenen 12 Monaten verstorbenen Kameraden: Peter Fink, Werner Jochim, Hubert Seelinger, Herbert Wittenmeier, Richard Bahlinger, Eugen Kupper und Erwin Kunz.
In seinem Jahresrückblick führte Wehrführer Manfred Leingang aus, dass die Freiwillige Feuerwehr Rülzheim 226 Mitglieder hat, darunter 9 weibliche und 65 männliche aktive Wehrleute. Damit zählt die Wehr im Bereich der Aktiven zu den personalstärksten Wehren im Landkreis Germersheim.
34 Wehrleute sind zwischen 16 und 30 Jahren jung, was sich auf den Altersdurchschnitt positiv auswirkt.
In 2010 waren 52 Einsätze zu bewältigen. 63 Prozent waren Brände (Gebäude, Fahrzeuge, sonstige Objekte) und 31 Prozent technische Hilfeleistungen.
Dazu kam noch die Besetzung der Feuerwehreinsatzzentrale bei 17 Einsätzen der FF Leimersheim (4 Brände, 13 Hilfeleistungen), bei 5 Einsätzen der FF Hördt (4 Brand, 1 Hilfeleistungen) und 6 Einsätzen der FF Kuhardt (1 Brand, 5 Hilfeleistungen).
Erwähnenswert war dem Wehrführer ein Einsatz des Abrollbehälters Atemschutz bei einem Gebäudebrand in Maximiliansau im Februar 2010 und ein Waschmaschinenbrand im Juli in Rülzheim.
Manfred Leingang dankte dem Pressewart Wolfgang Sinn für die Information der Bevölkerung im Heimatbrief. Um für die Einsätze gerüstet zu sein, nahmen Wehrangehörige an zahlreichen Ausbildungsmaßnahmen an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Koblenz, bei Kreislehrgängen und nicht zuletzt bei den jeden Freitag statt findenden Übungen in der eigenen Wehr teil. Der stellvertretende Wehrführer Roland Leingang bringt dabei viele Ideen und Zeit für die Erstellung des örtlichen Ausbildungsplanes und die Einteilung der Ausbilder auf.
Zudem ist Roland Leingang verantwortlich für zwei jährlich durchzuführende Lehrgänge für Atemschutzgeräteträger auf Landkreisebene.
Ihm, aber auch allen Führungskräften, sprach Wehrführer Leingang Dank aus.
Auf die gute Zusammenarbeit mit dem MHD Hördt-Rülzheim wies er hin, wie z.B. bei der 24-Stunden-Übung.
Im letzten Jahr fand auch nach längerer Zeit wieder eine gemeinsame Übung mit der Feuerwehr der VG Herxheim statt. Dies soll künftig auch weiter intensiviert werden.
Ein letzter Dank an diesem Abend galt den Gerätewarten Andreas Leingang und Roman Verlohner und allen Anwesenden für ihr Engagement in der Feuerwehr.
Aber auch dem Verbandsgemeinderat für die bisher gezeigte tatkräftige Unterstützung für das neue Multifunktionsgebäude. Ein Architekt ist ausgewählt und erforderliche Mittel sind im Haushaltsplan eingestellt worden.

Henric Franck berichtete im Anschluss über den Musikzug "Rote Husaren", der 51 Musiker und 9 Schüler, die von 8 Ausbildern unterrichtet werden, in seinen Reihen hat. 2010 absolvierte der Musikzug 23 Auftritte, darunter alleine 5 während des Rülzheimer Heimatfestes. Erwähnenswert waren auch die Aktivitäten bei der Froschkerwe in Speyerdorf, beim Musikverein Contwig, dem Weinfest in Zeiskam und bei "Spass uf de Gass" des MV Hambach.
Überall konnten die Husaren ihr Publikum begeistern.
Außergewöhnlich war die Ehrung von Karlheinz Kupper für 50 Jahre aktives Musikerdasein.
Franck dankte seinen Musikern für ihr Engagement und erwähnte, dass der Musikzug noch eine Keyborderin/einen Keyborder zur Verstärkung sucht.
Kassenwart Hubert Wagner stellte dann seinen, wie er sagte, vorletzten Kassenbericht vor. Er ist seit 1984 Kassenwart und möchte dieses Amt 2012 niederlegen.
Die Kassenprüfer Thorsten Greiner und Martin Vetter bescheinigten ihm eine vorbildliche Kassenführung und stellten den Antrag auf Entlastung, die auch einstimmig erfolgt.
Bürgermeister Reiner Hör eröffnete seine Grußworte damit, dass er sich auf eine aktuelle Berichterstattung über die Katastrophe in Japan bezog. Dabei wurden Feuerwehrmänner aus Tokio gezeigt, die sich für den Einsatz an den beschädigten Kernkraftwerken bereit gestellt hatten.
Es sei ihm wie Schuppen von den Augen gefallen, wie wichtig Feuerwehrleute, ihre Ausrüstung und die vielen Übungen, sind. Nur so kann den Mitbürgern geholfen werden. Er sei dankbar dafür, dass es in der Verbandsgemeinde die Feuerwehren gibt.
Er bescheinigte eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Wehr, dem Sachbearbeiter für das Feuerwehrwesen, dem Abteilungsleiter und ihm.
Begeisterung, gar Gänsehautfeeling, hätte er beim "Großen Zapfenstreich" zum Abschluss des Heimatfestes verspürt. Es sei für ihn als Bürgermeister ein tolles Gefühl immer wieder außerhalb Rülzheims zu hören, wie die "Roten Husaren" für Rülzheim Außenwirkung erspielen.
Er ging dann auf das Multifunktionsgebäude ein. Die Feuerwehr braucht ein neues Feuerwehrhaus um den gestiegenen Anforderungen gerecht werden zu können.
Der inzwischen ausgewählte Architekt hätte von 24 Monaten für Planung und Bauzeit gesprochen. So könnte Mitte 2013 mit der Fertigstellung gerechnet werden. Verbandsgemeinde- und Ortsgemeinderat stehen hinter dem Projekt.
Bürgermeister Hör nahm nun Verpflichtungen von neuen Wehrleuten vor:
Marina und Viktoria Bosch, Florian Koß und Christian Mühl.
Für 10 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Florian und Sarah Kapp, Carolin und Mathias Leingang und Hubert Rehberger geehrt. 40 Jahre ist Wehrführer Manfred Leingang aktiv. Sie erhielten Urkunden der Rülzheimer Wehr. Für 25,35 und 45 Jahre werden in diesem Jahr noch einige Wehrleute durch das Land Rheinland-Pfalz geehrt.
Unter dem Punkt Kenntnisgaben informierte Wehrführer Leingang über die Ziele, den Alarmplan Stromausfall und eine Risikoanalyse auf Kreisebene fertig zu stellen.
Der "Feuerwehr-Führerschein", der aktive Wehrangehörige berechtigen wird Feuerwehrfahrzeuge bis 7,49 Tonnen Gesamtmasse zu führen, soll dieses Jahr auch in Rheinland-Pfalz eingeführt werden. Da dazu keine Fahrschulausbildung erfolgen muss, sparen die Kommunen Geld.
Ein Tagesausflug auf den Turmberg in Karlsruhe-Durlach ist geplant.
Bevor Manfred Leingang die Versammlung beendete, ergriff sein Vertreter Roland Leingang das Wort und dankte dem Wehrführer für seinen zeitintensiven und unermüdlichen Einsatz für die Rülzheimer Wehr.

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verfasst am 01.01.1970 von