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Information: Ablauf der Rettungskette

Donnerstag 31.10.2013 um 20:00 bis 20:05

Es geschieht ein Unglück und der Notruf 112 wird abgesetzt. Nur anhand der Informationen, die die Leitstelle Südpfalz erhält, kann in sekundenschnelle entschieden werden, welches Alarmstichwort zu wählen ist.
Diese Informationen sind häufig eine erste Einschätzung eines Anrufers oder einer Anruferin und oft keineswegs vollständig. Meist ist man dabei sehr aufgeregt.
Die Leitstelle geht immer vom größtmöglichen Schadensfall aus.
In der EDV ist hinter jedem Alarmstichwort vermerkt, welches Rettungsmittel benötigt wird.
Die Alarmierung erfolgt dann über die EDV überwiegend automatisch.
Bei "eingeklemmte Person unter PKW" kann man erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass die Person schwere Verletzungen haben wird und dass der PKW angehoben werden muss, um die Person zu befreien.
Einmal wird dazu eine Notärztin/ein Notarzt und Rettungsdienstpersonal benötigt, zum anderen die Feuerwehr, die den PKW mit zum Bespiel mit Hebekissen, Spreizer oder Hebebaum anheben muss.
Es wird die Notärztin/der Notarzt, der am schnellsten an der Einsatzstelle sein kann, alarmiert. Sie/er können, wie im Einsatz vom 26.10.2013, auch vom Rettungshubschrauber an die Einsatzstelle gebracht werden. Gleichzeitig wird auch das nächste verfügbare Rettungsdienstpersonal mit einem Rettungswagen alarmiert. Erst nach Eintreffen der alarmierten Kräfte kann eine qualifizierte Lagefeststellung erfolgen, die dann an die anderen Kräfte über Funk weitergegeben wird.
Glücklicherweise kommt es nicht selten vor, dass das zunächst angenommene Ausmaß eines Unglücksfalles nicht so an der Einsatzstelle vorgefunden wird.
Entscheidend ist das Auslösen der Rettungskette, das heißt, das Absetzen des Notrufes 112. Dabei sollte nicht einfach ein "Notarzt" oder "Krankenwagen" angefordert werden. Am Besten man gibt am Telefon durch, was man sieht. Dann ist das Leitstellenpersonal in der Lage das richte Alarmstichwort zu wählen und die erforderliche Hilfe auf den Weg zu bringen.
Übrigens, niemand braucht zu befürchten, dass er den Einsatz, zum Beispiel des Rettungshubschraubers, bezahlen muss, wenn der Notruf abgesetzt wird. Es sei denn, man wählt den Notruf mutwillig und macht bewusst falsche Angaben.

verfasst am 31.10.2013 von Miriam Geiger