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Jahreshauptversammlung Feuerwehr Rülzheim

Freitag 21.02.2014 um 19:00 bis 21:30

Wehrführer Andreas Leingang begrüßte 68 Angehörige der aktiven Wehr, der Altersabteilung und des Musikzuges "Rote Husaren" in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses.
Besonders begrüßte er Bürgermeister Reiner Hör, Wehrleiter Manfred Leingang, Abteilungsleiter Sven Diener, Sachbearbeiter Sven Kröning und Ehrenwehrleiter und -führer Peter Kupper.
Dem wegen Krankheit nicht anwesend sein könnenden Ehrenwehrführer Edgar Wagner sandte er die besten Genesungswünsche.
Die Anwesenden gedachten ihrer in 2013 verstorbenen Kameraden: Ehrenstabführer Norbert Leingang, Gerhard Martin, Herbert Wünstel, Helmut Wolff, Herbert Buttweiler und Theodor Kuhn.
Im Bericht über das Feuerwehrgeschehen 2013 teilte der Wehrführer mit, dass 69 Frauen und Männer in der Feuerwehr aktiv sind. 38 davon sind zwischen 21 und 35 Jahre alt. 35 Kameraden gehören der Altersabteilung an. Der Musikzug hat 48 Mitglieder.
Die Wehr hatte 76 Einsätze, zwei mehr als 2012, zu bewältigen (43 Hilfeleistungen, 28 Gebäudebrände, 17 Objektbrände, 4 Fahrzeugbrände und 8 Sondereinsätze). Dazu mussten 260,5 Stunden aufgewendet werden. Im Vorjahr waren es 127 Stunden gewesen. Die mehr als verdoppelte Einsatzzeit resultiert aus dem Hochwasser im Juni und aus der Teilnahme an mehreren Großeinsätzen.
Die Wehrangehörigen waren für Einsätze und Übungen ehrenamtlich 2546 Stunden und 11 Minuten unterwegs.
Die Feuerwehr Leimersheim rückte zu 24, die Hördter zu 5 und die Kuhardter Wehr zu 16 Einsätzen aus.
Die meisten Einsätze (10) wurden zwischen 18.00 und 19.00 Uhr gefahren.
Es gab eine annähernd gleichmäßige Verteilung über die Monate. Erwähnenswert waren dem Wehrführer nachfolgende Einsätze: am 25. und 26.1.2013, innerhalb von 24 Stunden, erfolgten drei Alarme: ein Gebäudebrand in Neupotz, ein Fahrzeugbrand an der Rheinschänke Leimersheim und ein Brandalarm im Moby Dick, der sich als techn. Defekt entpuppte.
Am 3.4. kam ein Sattelzug auf der B 9 von der Fahrbahn ab und kippte um. Betriebsstoffe liefen aus. Am 12.6. lag ein Pkw auf der Landesstraße zwischen Rülzheim und Herxheimweyher auf dem Dach. Die eingeklemmte Fahrerin musste mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Am 20.6. wurde durch eine Windhose über Rülzheim das komplette Dach der Grundschule auf den Schulhof geweht. Beim Juni-Hochwasser war die Feuerwehreinsatzzentrale 5 Tage rund um die Uhr besetzt. Zudem erfolgte eine Unterstützung der hauptsächlich betroffenen Leimersheimer Wehr beim Sandsackfüllen und –verbauen. Beim Brand eines Reifenlagers in Lingenfeld am 22.Juli waren Rülzheimer Wehrleute in der Technischen Einsatzleitung und beim Löschen eingesetzt.
Bei der Gasexplosion am 28. September, bei der leider 17 Wehrleute aus der Verbandsgemeinde Dudenhofen zum Teil schwer verletzt wurden, waren widerum Rülzheimer Wehrleute in der technischen Einsatzleitung und beim Auf- und Abbau des Schnelleinsatzzeltes gefordert.
Die Geräte müssen nach Einsätzen und Übungen gewartet und geprüft werden. Dafür sind die Gerätewarte zuständig, bei denen sich Wehrführer Leingang sehr bedankte. Im vergangenen Jahr war besonders der Atemschutzgerätewart Roman Verlohner sehr gefordert. Er musste 140 Stunden für Reinigung und Prüfung der Atemschutzgeräte aufwenden, die nach den Großeinsätzen schnell wieder einsatzfähig sein müssen. Da ist die Grenze der ehrenamtlichen Tätigkeit erreicht, wenn nicht gar überschritten.
Philipp Kuhn und Jens Dudenhöffer führen die Grundaubildung für alle Wehren der Verbandsgemeinde durch. Der Gruppe gehören 12 junge Frauen und Männer an.
In 16 Veranstaltungen, die 57 Stunden dauerten und 257 Teilnehmer, vor allem Kindergartenkinder und Schüler, erreichten, waren Wolfgang Sinn und das Team der Schulklassenbetreuer in der Brandschutzerziehung unterwegs.
Der Neubau des Feuerwehrhauses wurde und wird sehr konstruktiv begleitet. Besprechungen in kleinerem und größerem Kreis waren zu absolvieren. Dank sprach der Wehrführer Bürgermeister Hör für die Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes aus.
Über die Aktivitäten wird die Bevölkerung über den Heimatbrief und die Homepage der Feuerwehr zeitnah von Wolfgang Sinn und Miriam Geiger informiert.
Am Schluss seiner Ausführungen bedankte sich Andreas Leingang bei allen Wehrangehörigen für ihr Engagement im abgelaufenen Jahr.
Besonders dankte er seinem Stellvertreter und Vater Roland Leingang, Wehrleiter Manfred Leingang, den Führungskräften und dem Verwaltungsrat.
Dirigent Henric Franck begrüßte zunächst den Ehrenmusiker Karlheinz Kupper und berichtete dass 48 Musiker und 5 Schüler, den "Roten Husaren" angehören. 42 sind aktiv, 3 spielen nur bei Umzügen und 3 pausieren berufsbedingt.
In 2013 gab es 20 Auftritte und 43 Musikstunden.
Das Highlight bei den Auftritten war der bayrische Abend im Festwiesenhaus Mitte September. Dazu legte der Musikzug auch ein Probewochenende im August ein.
Er bedankte sich bei allen Musikern für ihr Engagement. Besonders nannte er den Musikervorstand Jürgen Schlindwein, als Manager des Musikzuges, und die Notenwartin Martina Jantzer.
Kassenwart Tobias Wagner wurde von Martin Vetter, der mit Thorsten Greiner die Unterlagen geprüft hatte, eine einwandfreie Führung der Kasse bescheinigt. Die Entlastung der Vorstandschaft wurde von der Versammlung einstimmig erteilt.
Wehrleiter Manfred Leingang gab in seinen Grußworten bekannt, dass die Digitalalarmierung noch 2014 im Landkreis eingeführt wird.
Kreisfeuerwehrinspekteur Berthold Simon, der vor kurzem 60 Jahre alt wurde, wird noch ein Jahr das Amt bekleiden. Die Nachfolge wird in dieser Zeit geregelt. Unter anderem möchte er das begonnene Projekt der Ersatzbeschaffung des Einsatzleitwagens 2 für den Landkreis zu Ende bringen.
Bürgermeister Reiner Hör sprach von "Gänsehautfeeling" beim Bericht über die Aktivitäten der Wehr. Über 2.500 Stunden, das sind ca. 105 Tage, waren Wehrangehörige ehrenamtlich im Einsatz für Andere. Diese Leistung ist ein unverzichtbarer Bestandteil für die Gemeinde. Die Feuerwehr sei ein Werbeträger für Rülzheim. Das habe er auch an den Rückmeldungen seiner Bürgermeisterkollegen nach den Großeinsätzen in Lingenfeld, Harthausen und zuletzt auf dem Weihnachtsmarkt in Kandel, deutlich bemerkt. Er sei stolz auf die Feuerwehr. Sie müsse sich nicht bei ihm bedanken, sondern umgekehrt, er muss alles tun, damit dieses Engagement die entsprechende Würdigung findet.
Da es seine letzte Jahreshauptversammlung als Chef der Feuerwehr ist, bedankte er sich für die Aufnahme in der Feuerwehr nach Beginn seiner Amtszeit. Er fühlte sich von Anfang an in ihren Reihen wohl.
Er dankte Wehrleiter Manfred Leingang, der ihm ein ausgezeichneter Fachberater sei. Das neue Feuerwehrhaus trage die Handschrift des Wehrleiters und der ganzen Wehr.
Im Anschluss nahm er zunächst Neuverpflichtungen vor: Ulli Peter Duttenhöffer, Lukas Groß, Eckhard Haaf, Tobias Hauth, Steven Hoffmann, Tim Johann, Sebastian Kuhn und David Nuß.
Sascha Wiedemann ernannte er zum Gerätewart.
Die Beförderung von Patrick Leingang zum Brandmeister erfolgte, auch wenn er leider erkrankt abwesend war.
Für langjährige Zugehörigkeit wurden geehrt:
10 Jahre: Steffen Bopp, Jens Dudenhöffer, Adrian Heubel, Philipp Kuhn
20 Jahre: Simon Leingang, Thomas Mendel
25 Jahre: Stefan, Klaus und Martina Jantzer, Andreas Wagner, Michael Wolff (sie erhalten das silberne Feuerwehrehrenzeichen des Landes in der letzten Verbandsgemeinderatssitzung 2014)
30 Jahre: Nicole Wetzka
35 Jahre: Erhard Mendel (nachträglich für 2013), Rolf Wetzka (erhält das goldene Feuerwehrehrenzeichen des Landes im November 2014).
40 Jahre: Hubert Kupper.
Nun hatten Bürgermeister Hör und Wehrführer Andreas Leingang noch eine Überraschung parat.
Reiner Hör überreichte dem ehemaligen Wehrführer Manfred Leingang die Urkunde zum Ehrenwehrführer der Feuerwehreinheit Rülzheim.
Sichtlich überrascht und bewegt nahm Manfred Leingang die Ehrung entgegen und hörte sich die Laudatio seines Nachfolgers an.
Manfred Leingang war 17 Jahre lang Wehrführer, die meiste Zeit in Personalunion als Wehrleiter. 1971 trat er in die Feuerwehr Rülzheim ein. Nach seiner Ausbildung zum Schlosser wurde er Werkfeuerwehrmann bei Daimler Benz in Wörth. 1996 wurde er dort hauptamtlicher Brandinspektor und ist in führender Funktion seither tätig.
Im Bereich der Freiwilligen Feuerwehren stieg er über den stellvertretenden Wehrführer (1994) zum Wehrführer für die Feuerwehr Rülzheim auf (1996). 1998 wurde er Wehrleiter für die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rülzheim. Dieses Amt hat er aktuell noch inne. Seit 2001 ist er zusätzlich noch stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur im Landkreis Germersheim. Überörtlich engagierte er sich jahrelang als Kreisausbilder, vor allem im Bereich Maschinisten und Atemschutz. Er ist weiterhin Beisitzer für den Landkreis Germersheim im Regionalfeuerwehrverband Vorderpfalz. Dort ist er auch als Hauptwertungsrichter bei der Abnahme von Leistungsabzeichen tätig. In jungen Jahren war er aktiver Musiker bei den "Roten Husaren", die er als Wehrführer auch immer förderte.
Wehrführer Andreas Leingang gab im Ausblick auf 2014 bekannt, dass Mitte des Jahres der Umzug ins neue Feuerwehrhaus anstehen wird.
Der Festakt zur offiziellen Einweihung wird am 12.9.2014 stattfinden. Daran werden sich zwei Tage der offenen Tür anschließen, deren Planung in Angriff genommen ist.
Er bat alle Anwesenden um tatkräftige Unterstützung. Es wird ein anstrengendes Jahr, aber gemeinsam sei es zu meistern.
Nun sprach Jürgen Schlindwein dem Dirigenten der "Roten Husaren" Henric Franck, ein großes Dankeschön aus. Durch seine hervorragende musikalische Leitung können die Musiker die Leistung zeigen, die überall bei ihren Auftritten Begeisterung auslöst.
Dem stellvertretenden Wehrführer Roland Leingang waren die letzten Dankesworte vorbehalten. Als Kreisausbilder Atemschutz dankte er den Rülzheimer Wehrleuten bei der Unterstützung in der Durchführung der beiden jährlichen Atemschutzgeräteträgerlehrgänge für den Landkreis. Auch dieses Jahr wird anstrengend werden, da schon über 50 Anmeldungen für die Lehrgänge vorliegen.
Besonders stolz war er darauf seinem Sohn und Wehrführer Andreas ein gutes 1. Jahr in seiner Amtsführung bescheinigen zu können.
Wehrführer Leingang schloss mit dem Leitspruch "Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr" die Versammlung.

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verfasst am 06.03.2014 von Miriam Geiger