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Jahreshauptversammlung Feuerwehr Rülzheim

Freitag 06.03.2015 um 19:00 bis 21:15

Wehrführer Andreas Leingang begrüßte 85 Angehörige der aktiven Wehr, der Altersabteilung und des Musikzuges "Rote Husaren" im Schulungsraum des neuen Feuerwehrhauses im Nordring 11.
Besonders begrüßte er Bürgermeister Matthias Schardt, Wehrleiter und Ehrenwehrführer Manfred Leingang, Ortsbürgermeister Reiner Hör, Abteilungsleiter Sven Diener, Sachbearbeiter Sven Kröning, Ehrenkassenwart Hubert Wagner und Ehrenmusiker Karlheinz Kupper. Grüße richtete er von Ehrenwehrleiter und -führer Peter Kupper, der in Urlaub weilte und dem erkrankten Ehrenwehrführer Edgar Wagner aus. Ihm sandte er die besten Genesungswünsche.
Die Anwesenden gedachten ihrem am 19.03. 2014 verstorbenen Kameraden Heinz Heubel.
Im Bericht über das Feuerwehrgeschehen 2014 teilte der Wehrführer mit, dass 72 Frauen und Männer in der Feuerwehr aktiv sind. 39 davon sind zwischen 21 und 35 Jahre alt. 32 Kameraden gehören der Altersabteilung an. Der Musikzug hat 48 Mitglieder.
Die Wehr hatte 55 Einsätze, 22 weniger als 2013, zu bewältigen (23 Hilfeleistungen, 13 Gebäudebrände, 11 Objektbrände, 3 Fahrzeugbrände und 5 Sondereinsätze). Dazu mussten 115 Stunden aufgewendet werden.
Die Wehrangehörigen waren für Einsätze und Übungen ehrenamtlich 2809 Stunden unterwegs.
Die Feuerwehr Leimersheim rückte zu 15, die Hördter zu 11 und die Kuhardter Wehr zu 10 Einsätzen aus.
Die Einsätze verteilten sich relativ gleichmäßig zwischen 09.00 und 22.00 Uhr. Dies zeigt, dass die Tageseinsatzbereitschaft, das heißt, dass Wehrleute tagsüber für Einsätze verfügbar sind, ein wichtiger Punkt ist. Glücklicherweise sind aktuell eine Anzahl Feuerwehrangehörige in Rülzheim beschäftigt und damit kann meistens die Tageseinsatzbereitschaft sichergestellt werden. Wehrführer Leingang bedankte sich ausdrücklich bei den Arbeitgebern, die die Mitarbeiter für die Einsätze freistellen.
Bei der Einsatzverteilung über die Monate gesehen ragte keiner heraus.
Erwähnenswert waren dem Wehrführer nachfolgende Einsätze: Am 30.4.2014 kam es zu einem Gebäudebrand in der Hauptstraße in Kuhardt. Personen wurden dabei keine verletzt. Es entstand aber großer Brand- und Löschwasserschaden. Alle 4 Wehren der Verbandsgemeinde waren im Einsatz.
Am 30.06.14 wurde der Abrollbehälter Atemschutz zu einem Gebäudevollbrand in Maximiliansau angefordert.
Am 4.7.14, kurz nach Ende des Fußballweltmeisterschaftsspiels Deutschland-Frankreich, das sich einige Wehrleute im Feuerwehrhaus in der Gartenstraße angesehen hatten, begannen Umzugsarbeiten ins neue Feuerwehrhaus. Mittendrin erfolgte ein Alarm zu einem Verkehrsunfall auf der B 9 in Richtung Karlsruhe, Höhe Jockgrim. Ein mit 5 Personen besetzter Pkw war von der Fahrbahn abgekommen und zwei Insassen waren schwer eingeklemmt. Die Wehren Jockgrim und Rheinzabern wurden dazu alarmiert und so konnten die beiden Verletzten mit parallel eingesetzten Rettungsgeräten schnell befreit werden.
Die Geräte müssen nach Einsätzen und Übungen gewartet und geprüft werden. Dafür sind die Gerätewarte zuständig, bei denen sich Wehrführer Leingang sehr bedankte.
Philipp Kuhn und Jens Dudenhöffer führen die Grundausbildung für alle Wehren der Verbandsgemeinde durch. Der Gruppe gehören 13 junge Frauen und Männer an.
In 8 Veranstaltungen, die 35 Stunden dauerten und 172 Teilnehmer, vor allem Kindergartenkinder und Schüler, erreichten, waren Wolfgang Sinn und das Team der Schulklassenbetreuer in der Brandschutzerziehung unterwegs.
Der Umzug ins neue Feuerwehrhaus wurde von den Wehrleuten in Eigenregie durchgeführt. Dafür wurden ca. 2.800 Stunden aufgewendet. Besonders erwähnenswert war, dass über Weihnachten und Neujahr, als die Baufirmen Betriebsferien hatten, die Trocknungsgeräte für den Estrich und die Baustelle von den Wehrleuten in 44 Stunden überwacht wurde. Über 120 Helfer waren bei den Einweihungsfeierlichkeiten im September tätig. Dank sprach Wehrführer Leingang den zahlreichen Sponsoren aus. Nicht unerwähnt ließ er, dass, als Dank für die Hilfe bei der Einweihung, Bürgermeister Hör ein Kesselfleischessen spendierte.
Über den Musikzug berichtete Wehrführer Leingang, dass dieser 20 Auftritte in 2014 hatte. Mit Übungsstunden, Musikerzusammenkünften, Ausbildungsstunden und Sitzungen verzeichneten die Musikzugmitglieder 6.410 Stunden Tätigkeiten.
Über die Aktivitäten wird die Bevölkerung über den Heimatbrief und die Homepage der Feuerwehr zeitnah von Wolfgang Sinn und Miriam Geiger informiert. Bernhard Mohr liefert häufig dazu professionelle Fotos.
Mit der Jahresabschlussfeier am 30. November klang das Jahr 2014 aus. Es war eine gelungene Veranstaltung, bei der das neue Feuerwehrhaus zum ersten Mal dafür genutzt wurde. Der Dank des Wehrführers ging an Sarah Eglsoer, Linda Fengler, Carolin Leingang und Tanja Seither, die den Saal ansprechend dekoriert hatten.
Am Schluss seiner 50-minütigen Ausführungen bedankte sich Andreas Leingang bei allen Wehrangehörigen für ihr Engagement im abgelaufenen Jahr.
Besonders dankte er seinem Stellvertreter und Vater Roland Leingang, Wehrleiter Manfred Leingang, den Führungskräften und dem Verwaltungsrat, sowie Simon Leingang, der den Wirtschaftsbetrieb bei den Veranstaltungen führt.
Dirigent Henric Franck gab in diesem Jahr einen recht kurzen Bericht für den Musikzug "Rote Husaren" ab. Er hatte sich kein Konzept erstellt, wie er in seiner unnachahmlich lockeren Art erklärte. Er hatte sich die Frage gestellt, was denn einen Musiker so ausmacht. Hohe Konzentration und Kraft seien gefordert.
45 Musikstunden in 2014 und die bereits erwähnten Auftritte wurden absolviert. Besonders angetan ist der Musikzug von der Atmosphäre beim Musikverein in Zeiskam.
Franck bedankte sich bei allen Musikern für ihr Engagement. Besonders nannte er den Musikervorstand Jürgen Schlindwein, für sein sagenhaftes Engagement und die Notenwartin Martina Jantzer.
Kassenwart Tobias Wagner berichtete von einer zufriedenstellenden Kassenlage. Ihm wurde von Martin Vetter, der mit Thorsten Greiner die Unterlagen geprüft hatte, eine einwandfreie Führung der Kasse bescheinigt. Die Entlastung der Vorstandschaft wurde von der Versammlung einstimmig, bei drei Enthaltungen, erteilt.
Die Wahl der Kassenprüfer erbrachte, bei einer Enthaltung, das einstimmige Votum für die Wiederwahl der bisherigen beiden.
Bürgermeister Schardt sagte der Wehr ein herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit. Die innere Struktur gehöre sicherlich zu einer der besten im Landkreis. Die Roten Husaren seien eine Stütze des öffentlichen Lebens, nicht nur in Rülzheim. Dafür benannte er als Beispiel die Verabschiedung des Kreisfeuerwehrinspekteurs Berthold Simon, als die Roten Husaren den Großen Zapfenstreich in der Stadthalle Kandel aufführten. Besonderen Dank sprach er Wehrleiter Manfred Leingang und Wehrführer Andreas Leingang aus, die sich über die Maßen, gerade auch beim Neubau des Feuerwehrhauses, eingebracht hätten.
Für die Zukunft und Entwicklung der Feuerwehr steht Bürgermeister Schardt für eine Feuerwehr mit 4 Einheiten in der Verbandsgemeinde. Der Rülzheimer Wehr komme als Stützpunktwehr eine besondere Verpflichtung zu. Eine große Herausforderung sieht er in der Arbeit mit der Atemschutzübungsstrecke des Landkreises, die im neuen Feuerwehrhaus eingebaut wurde.
Besonders wichtig ist ihm die Nachwuchsentwicklung und -förderung, die er uneingeschränkt unterstützt.
Verpflichtet für den Feuerwehrdienst wurden Dominik Buchscheidt, Simon Kaiser, Stephan Renner und Oliver Weiller.
Nach Ablauf der Amtszeit war der stellvertretende Wehrführer zu wählen. Mit überwältigender Mehrheit wurde der Amtsinhaber Roland Leingang in seinem Amt bestätigt.
Bestellt wurden Matthias Fengler zum Atemschutzgerätewart, Eckhart Haaf zum Gerätewart, Fabian Mohr zum Gefahrstoffgerätewart, Steffen Haag zum EDV-Verantwortlichen und Benjamin Geißert und Jonas Pitz zu Fuhrparkverantwortlichen.
Alle wurden im Anschluss auch zu Löschmeistern ernannt.
Zu Feuerwehrmännern wurden Lukas Groß, Tobias Hauth, Lukas Heubel, Steven Hoffmann und Jan Ritter ernannt.
Hauptfeuerwehrleute wurden Michael Kuderna, Christian Mühl und Myriam Serr.
Oberbrandmeister und Zugführer wurde Patrick Leingang und Hauptbrandmeister und Verbandsführer Andreas Leingang.
Auf Grund langjähriger Mitgliedschaft werden folgende Feuerwehr- und Musikzugmitglieder geehrt.
10 Jahre:
Dudenhöffer Ulli
Koß Florian
Kröning Sven
Kuderna Michael
Sittinger Jenny
Theile David
20 Jahre:
Frank Henric
Schäffner Nina
Seither Tanja
Müller Christian
Stein Romy
25 Jahre:
Hier hat sich Bürgermeister Matthias Schardt für eine Änderung des Ehrungsablaufes eingesetzt. Sie soll künftig in allen Wehren bei den Jahreshauptversammlungen in Anwesenheit von Partnerinnen/Partnern durchgeführt werden und nicht wie zuvor im Rahmen der letzten Verbandsgemeinderatssitzung im Jahr im Ratssaal. Geehrt werden mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber des Landes Rheinland-Pfalz
Jantzer Stefan
Jantzer Klaus
Jantzer Martina
Vetter Martin
Wagner Andreas
30 Jahre:
Geiger Miriam
Jantzer Werner
Kapp Günter
Leingang Patrick
Schneider Tina
Stein Sonja
50 Jahre:
Leingang Manfred
Seither Dieter
Müller Kurt
55 Jahre:
Kupper Karlheinz
Wehrleiter Manfred Leingang beglückwünschte zunächst in seinen Grußworten die Geehrten und Ernannten. Er gab bekannt, dass der Haushaltsplan für die Feuerwehr vom Verbandsgemeinderat beschlossen wurde und die Beschaffungen nun anlaufen. Das größte Projekt ist die Renovierung des Feuerwehrhauses in Leimersheim.
Die Digitalalarmierung wird 2015 im Landkreis eingeführt und die Meldeempfänger für die Verbandsgemeindewehr sind bereits eingetroffen und werden programmiert.
Wehrführer Andreas Leingang gab bekannt, dass künftig auch Wehrleute aus Leimersheim, Hördt und Kuhardt, die die entsprechende Fahrerlaubnis haben, als Maschinisten für die Wechselladerfahrzeuge von Michael Johann ausgebildet werden.
Eine Mitgliederwerbung für die Einheiten der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rülzheim wird in Kürze starten, um die Einsatzbereitschaft der Einheiten zu verstärken.
Vom 12.-14.9.2015 findet wieder ein Oktoberfest des Musikzuges "Rote Husaren" statt.
Erwähnenswert war ihm auch, dass der Kinderraum im neuen Feuerwehrhaus keine unnötige Investition war. Derzeit gibt es 18 Kinder von Wehrleuten die jünger als 11 Jahre sind und sich während Einsätzen und anderer Tätigkeiten ihrer Eltern im Feuerwehrhaus in diesem Kinderraum aufhalten können.
Dem stellvertretenden Wehrführer Roland Leingang waren die letzten Dankesworte vorbehalten, die sich an seinen Sohn, Wehrführer Andreas Leingang, für sein außerordentliches Engagement, richteten.
Wehrführer Leingang schloss danach mit dem Leitspruch "Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr" die Versammlung.

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verfasst am 23.03.2015 von Miriam Geiger