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Jahreshauptübung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Rülzheim

Freitag 18.09.2015 um 18:45 bis 20:00

Dieses Jahr fand die Jahreshauptübung in Hördt statt. Andre Bentz von der Hördter Wehr arbeitete die Übung aus.
Die Metzgerei Hormuth stellte ihr Gelände nebst angrenzendem Haus in der Schulzen-/Wörthstraße freundlicherweise zur Verfügung. Die Besonderheit ist ein großflächiger Keller, der zwei Gebäude verbindet.
Um 18.45 Uhr wurde die Hördter Wehr mittels Sirene zur Übung alarmiert.
Der Staffelführer des ersteintreffenden Kleinlöschfahrzeuges (KLF) nahm eine Erkundung vor.
Schnell war klar, dass es zu einer Verpuffung mit anschließender starker Rauchentwicklung im Keller gekommen war. Personen waren vermisst. Der Rauch war auch ins angrenzende Wohnhaus gezogen. In der Dachgeschosswohnung war eine Person vom Rauch eingeschlossen und machte sich am Fenster zur Wörthstraße mit Hilferufen bemerkbar.
Der Angriffstrupp des KLF begann mit der Personensuche im verrauchten Keller. Dabei wurde ein C-Rohr mitgeführt, um die bei der Personensuche eventuell anzutreffende Brandstelle bekämpfen zu können bzw. sich selbst mit Wasser gegen das Feuer schützen zu können. Der Wassertrupp stellte die Wasserversorgung her.
Die Besatzung des Mehrzweckfahrzeuges 1 nahm eine Verkehrsabsicherung vor. Die Wörthstraße wurde im Bereich der Übungsstelle voll gesperrt.
Als die gleichzeitig mit Hördt alarmierte Rülzheimer Wehr wenige Minuten später eintraf, erfolgte an den Einsatzleitwagen 1 der Auftrag, die Wehren Leimersheim und Kuhardt nach zu alarmieren.
Der Angriffstrupp des Löschgruppenfahrzeuges 16/12 musste mit Atemschutz mit einem C-Rohr zum Dachgeschoss des Wohnhauses zur Personensuche vor rücken.
Gleichzeitig wurde die um Hilfe rufende Person am Fenster des Dachgeschosses mit der Drehleiter gerettet.
Eine Riegelstellung, die ein Übergreifen eines Feuers auf Nachbargebäude verhindern soll, wurde aufgebaut.
Ein Rettungstrupp für die im Gebäude befindlichen Atemschutztrupps wurde bereitgestellt.
Die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges unterstützte die Wehrleute der Drehleiter und des Löschgruppenfahrzeuges.
Nach Eintreffen der Kuhardt Wehr mit dem KLF führte deren Angriffstrupp mit Atemschutz von der anderen Seite des Gebäudes eine Personensuche im Keller durch.
Die Feuerwehr Leimersheim schließlich wurde mit einer Riegelstellung an der Westseite des Gebäudes im Hof unter Atemschutz beauftragt.
Ein weiterer Trupp mit Atemschutzgeräten stand als zweiter Rettungstrupp bereit.
Plötzlich erfolgte ein "Mayday". Dies ist der Ruf über Funk, wenn Feuerwehrleute im Einsatz in Not geraten. Wenn dieser Ruf ertönt stellen alle anderen Einsatzkräfte den Funkverkehr ein. Angenommen wurde, dass ein Angehöriger eines Trupps im Keller ein Kreislaufproblem bekam und nicht mehr alleine weiter konnte. Der zweite Mann setzte das "Mayday" ab und blieb bei seinem Kameraden. Die beiden Rettungstrupps folgten der Schlauchleitung und gelangten so recht schnell zu dem in Not geratenen.
Mit einer Marinetrage konnte er aus dem Brandobjekt ins Freie gebracht werden.
Die beiden anderen zur Personenrettung eingesetzten Atemschutztrupps fanden jeweils eine Person, dargestellt von Übungspuppen, und brachten sie ins Freie.
Hauptaugenmerk war bei dieser Übung auf den Einsatz von Atemschutzgeräteträgern gelegt worden.
Übungsbeobachter waren Bürgermeister Matthias Schardt mit seinen drei Beigeordneten Hubert Dudenhöffer, Günter Dreyer und Wolfgang Rieder, Ortsbürgermeister Max Frey mit den Beigeordneten Hans-Peter Schmitt und Thorsten S. Verlohner, sowie der Leimersheimer Beigeordnete Herbert Mühlbauer.
Der stellvertretende Wehrleiter Wolfgang Sinn und die anwesenden Wehrführer Andreas Leingang, Stefan Keller und Hubert Ehnes, sowie deren Stellvertreter, informierten die Politiker über den Übungsablauf und beantworteten Fragen. Nach Übungsende wurden sie durch das Objekt geführt. Metzgermeister Jürgen Hormuth hatte für die Übenden einige Getränke bereitgestellt. Ihm dankten Bürgermeister Schardt und stellvertretender Wehrleiter Sinn sehr herzlich für die zur Verfügung Stellung seines Objektes. Beide betonten auch, wie wichtig das Zusammenwirken aller vier Wehren ist.
Nachdem die Übungsstelle aufgeräumt und alle Geräte wieder in den 8 Fahrzeugen waren, trafen sich die 51 aktiv gewesenen Wehrleute und die Übungsbeobachter im Feuerwehrhaus Hördt. Bürgermeister Schardt bedankte sich für das rund um die Uhr gezeigte Engagement der Feuerwehr. Er informierte auch kurz über den aktuellen Stand der Schadensbeseitigung nach dem Brand im Rülzheimer Feuerwehrhaus.
Wolfgang Sinn stellte fest, dass die gesteckten Übungsziele erreicht wurden und die Atemschutzgeräteträger doch sehr gefordert waren.

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verfasst am 27.09.2015 von Miriam Geiger