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Übung des Gefahrstoffzuges Landkreis Germersheim in Rülzheim

Samstag 14.10.2017 um 14:00 bis 15:30

In diesem Jahr fand die Übung des Gefahrstoffzuges des Landkreises Germersheim in Rülzheim statt. Dr. Jens Dudenhöffer und Fabian Mohr, Gefahrstoffeinheit Rülzheim, hatten auf dem Gelände der Kläranlage Rülzheim ein Übungsszenario erdacht und aufgebaut: An einem großen Silo fuhr ein Fahrzeug gegen den Zugangsstutzen, der darauf undicht wurde. Eisendreichlorid, eine ätzende Substanz, lief aus. An anderer Stelle stieß ein Lkw, beladen mit einem ebenfalls mit Eisendreichlorid befülltem Tank, gegen eine Garagenmauer. Zuleitungen wurden an mehreren Stellen undicht und die ätzende Flüssigkeit lief aus. Ebenso fielen mehrere 50-Liter-Fässer mit Gefahrstoff von der Ladefläche auf die Fahrbahn. Zwei Mitarbeiter der Kläranlage wurden in einem Betriebsgebäude vermisst.

Nach Eintreffen der ersten Kräfte der Rülzheimer Wehr konnte der Einsatzleiter bei der Erkundung das Ausmaß erkennen und alarmierte die weiteren Einheiten des Gefahrstoffzuges, die in Germersheim, Kandel und Wörth stationiert sind. Bis zum Eintreffen der Spezialkräfte gelang es die beiden Vermissten unter Atemschutz aus dem Gebäude zu verbringen. Die Rülzheimer und Germersheimer Wehrleute kümmerten sich danach um das Abdichten des großen Silos. Mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) ausgestattete Trupps bauten Auffangbehälter unter dem Silo auf und dichteten mit Holzkeilen ab. Die Wehrleute aus Kandel und Wörth mussten sich um den Lkw mit den Undichtigkeiten am Tank kümmern. Auch dort waren mehrere Trupps mit CSA eingesetzt. Der auslaufende Stoff wurde mit Wannen zunächst aufgefangen und mit einer Gefahrstoffpumpe im Kreislauf wieder in den undichten Tank gepumpt. Dies wird so lange fortgesetzt bis ein Ersatzfahrzeug vor Ort ankommt, in das dann der Stoff umgepumpt werden kann. Aufgebaut wurde auch eine Dekontaminationsstelle für Personen, eine Art Duschkabine, in der die CSA nach Verlassen des Einsatzbereiches gereinigt wurden. Dazu waren Kräfte in leichteren Schutzanzügen notwendig.

Der Gefahrstoffzugführer, Ronny Pfrengle, Wörth, unterstützte den Einsatzleiter, Patrick Leingang, Rülzheim, als Fachberater. Interessierte Übungsbeobachter waren Kreisfeuerwehrinspekteur Mike Schönlaub, der 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde Rülzheim, Hubert Dudenhöffer. Wehrleiter Andreas Leingang, Rülzheim, und die stellvertretenden Wehrleiter aus Kandel, Alexander Ditz, und Rülzheim, Wolfgang Sinn. Sie konnten eine strukturiert und ruhig ablaufende Übung miterleben. Die Übungsziele wurden alle in angemessener Zeit erreicht. Bei strahlendem Sonnenschein waren 65 Wehrleute mit 11 Fahrzeugen zur Übung gekommen. Die Abschlussbesprechung mit einem Imbiss fand im Rülzheimer Feuerwehrhaus statt.

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verfasst am 30.10.2017 von Miriam Geiger