Einsatzberichte

Suche nach 10-jährigem Jungen

Sonntag, 24.07.2005 von 00:41 bis 10:20
Ein 10-jähriger Rülzheimer Junge war am Samstagabend nicht nach Hause zurückgekehrt.
Die Eltern verständigten die Polizei. Nachdem diese die erstenErmittlungen durchgeführt hatte, bestand die Möglichkeit, dass demJungen nach einem Schwimmbadbesuch im Wald und Feld um unser„Moby Dick“ etwas zugestoßen sein konnte.
Wehrleiter Manfred Leingang ließ in Absprache mit der Polizei einegroße Suchaktion anlaufen, an der letztlich über 300 Angehörige vonFeuerwehren, anderen Hilfsorganisationen und der Polizei beteiligtwaren. Unterstützt wurde er dabei vom Kreisfeuerwehrinspekteur BertholdSimon, Wörth, der mit dem in Wörth stationierten Einsatzleitwagen2 anrückte. Der Leiter des Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde, Peter Haubold, wurde telefonisch informiert und kam zum Einsatzort.
Es wurden alle 7 in Rheinland-Pfalz aufgestellten Rettungshundestaffelnnoch in der Nacht alarmiert und trafen nach und nach mit ca. 30 Hundenein. Auch die Hundestaffel des Polizeipräsidiums Rheinpfalz wurdeeingesetzt. Mit dem Schlauchboot der Feuerwehr Leimersheim und Suchhunden wurde derSee am Moby Dick abgefahren. 3 Hunde schlugen unabhängig voneinander an der selben Stelle an. Zur Abklärung suchten dannRettungstaucher des DLRG diese Stelle in ca. 3 Meter Tiefe ab. Eskonnte jedoch nichts gefunden werden. Für die ersten eingesetzten Helfer kochten in der Nacht einige Frauen von Rülzheimer Feuerwehrleuten Kaffee. Später, nachdem die Zahl der Einsatzkräfte sich stark erhöhte, versorgte die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung (SEG-V) des Landkreises,die von den Maltesern aus Hatzenbühl gestellt wird, die Helfer mitKaffee und Belegten.
Alle Benutzer des Campingplatzes wurden in ihren Wohnwagen aufgesucht und nach dem Jungen befragt. Wald und Flur wurden systematisch zu Fuß abgesucht.
1.Beigeordneter der Verbandsgemeinde Mathias Schardt ,Leimersheim, in Vertretung des in Urlaub weilenden BürgermeistersKarl Schwindhammer, und Ortsbeigeordneter Hubert Dudenhöffer , suchten persönlich die Einsatzleitung am „Moby Dick“ auf underkundigten sich nach dem Stand der Suchaktion. Am Sonntagmorgen erfolgten im Ortsbereich RülzheimLautsprecherdurchsagen, die auf den Vermissten hinwiesen. Es meldetesich dann eine Mutter bei der Polizei, die den 10-Jährigen am Vortagauf einem Spielplatz mit einem anderen Rülzheimer Jungen gesehen hatte.
Bei der Überprüfung der Wohnung des anderen Jungen durch die Polizei,konnte der Vermisste schlafend dort angetroffen werden.
Er war bei seinem Freund einfach über Nacht geblieben. Auf die Frageder Eltern des Jungen, bei dem er übernachtete, ob seine ElternBescheid wüssten, bejahte er dies.
Leider unterblieb dann eine Kontaktaufnahme zwischen den Eltern.

verfasst am 24.07.2005 von Miriam Geiger