Einsatzberichte

Suche nach 13-jährigem Schüler

Donnerstag, 10.11.2005 von 17:40 bis 21:00
Die Polizei erhielt am Nachmittag des 10.11.05 Kenntnis, dass ein 13-jähriger Schüler mit einem Fahrrad in den Rülzheimer Wald gefahren war. Aufgrund seines psychischen Zustandes in diesem Moment bestand eine Gefahr für den Jungen. Nachdem Eltern, Schulleiter und Schüler zunächst nach ihm gesucht hatten, wurde die Polizei hinzugezogen. Diese ließ zur Unterstützung die Feuerwehr alarmieren. Mit drei Feuerwehrfahrzeugen wurden die Waldwege im Rülzheimer Wald abgefahren. Die Polizei setzte 8 Streifenwagenbesatzungen aus südpfälzischen Polizeidienststellen im Ortsbereich und angrenzenden Feld ein, sie machten auch Lautsprecherdurchsagen. Die Rettungshundestaffel VII des Landes Rheinland-Pfalz, die sich aus Wehrleuten aus dem Landkreis Südliche Weinstraße zusammensetzt, war mit 6 Suchhunden unterwegs. Ein Polizeihubschrauber aus Rheinland-Pfalz und einer aus Hessen suchten mit Wärmebildkameras das Areal ab. Vom Boden aus war eine Wärmebildkamera der Werkfeuerwehr DaimlerChrysler Germersheim im Einsatz.
Unsere Wehrleute waren mit den Fremdkräften als Lotsen unterwegs. Im Feuerwehrhaus war eine gemeinsame Einsatzleitung von Polizei und Feuerwehr eingerichtet.
Wohl gut gemeint aber in diesem Fall doch mehr hinderlich waren Jugendliche im Wald auf der Suche nach dem Jungen. Dadurch wurde die „Schnüffelarbeit“ der Suchhunde erheblich beeinträchtigt. Einer Anzahl von Hinweisen der Jugendlichen und anderer Spaziergänger im Wald wurde nachgegangen. Der Junge war dennoch nicht aufzufinden.
Schließlich meldete er sich aus einer Gaststätte in Wörth bei seinen Eltern in Knittelsheim. Eine Polizeistreife holte ihn ab und brachte ihn zur Dienststelle Germersheim, in der schließlich die Familienzusammenführung erfolgte. Wir waren mit 30 Wehrleuten im Einsatz.
Der Schüler hat der Feuerwehr einige Tage nach der Suche einen Brief geschrieben, sich für sein Verhalten entschuldigt und Dank für den Einsatz gesagt. Gleichzeitig versicherte er, so etwas nie wieder zu tun. Es wird derzeit von der Verwaltung geprüft, ob der Junge bzw. seine Eltern die Kosten für den Einsatz tragen müssen.

verfasst am 10.11.2005 von Miriam Geiger