Einsatzberichte

Wohnhausbrand in der Westendstraße

Freitag, 03.02.2006 von 20:56 bis 00:30
Mitten in unsere wöchentliche Übung erfolgte der Alarm zu einem Wohnhausbrand in der Westendstraße. Aufmerksame Nachbarn hatten Brandgeruch wahr genommen , leichten Rauch aus Fenstern gesehen und sofort die Feuerwehr über Notruf 112 alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge waren alle Fenster und Rollläden geschlossen und es brannte kein Licht im Haus. Wie Nachbarn erklärten wären die beiden Bewohner sehr wahrscheinlich zu Hause, wenn der Pkw da sei. Dieser stand in der Garage, so dass wir zunächst davon ausgingen, dass noch Personen im Gebäude sein könnten.
Zunächst wurde das Hoftor mit einer Leiter überstiegen und von innen die Verriegelung geöffnet. Da das Haus verschlossen war, musste die Scheibe zu einer Kellertür und zur Balkontür im ersten Stock von den vorgehenden Atemschutztrupps eingeschlagen werden.
Der Keller war stark verraucht und es herrschte eine große Hitze.
Erdgeschoss und erster Stock waren ebenfalls verraucht, allerdings nicht so stark.
Bei der Personensuche in den Räumen konnte niemand entdeckt werden.
Somit erfolgte die Konzentration auf die Brandbekämpfung. In einem Kellerraum, in dem auch ein Elektrogerät stand , dürfte das Feuer seinen Ursprung gehabt haben.
Nachdem zwei kleine Kellerfenster geöffnet waren, wurde mit dem Druckbelüfter eine Entrauchung vorgenommen. Mit nun besserer Sicht war dem Brandherd schnell beizukommen und das Feuer zu löschen. Auch das übrige Haus wurde dann noch entraucht.
Die Polizei ermittelte den Aufenthalt der Bewohner, die noch während der Löscharbeiten heim kamen.
Zum Abschluss unserer Tätigkeit wurde mit einem Sauger das Löschwasser im Erdgeschoss abgesaugt.
Es dürften mehrere zehntausend Euro Sachschaden entstanden sein.
Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Es waren 7 Fahrzeuge und 29 Wehrleute im Einsatz.
Es mussten 7 Atemschutztrupps mit 2 C-Rohren eingesetzt werden. Eine Ausleuchtung der Einsatzstelle erfolgte ebenfalls.
Die Polizei war mit 3 Beamten und einem Fahrzeug vor Ort.
Der Rettungsdienst wurde zunächst mit einem Rettungswagen und zwei Rettungsassistenten des DRK tätig, die dann von den Rülzheimer Maltesern mit ihrem Rettungswagen und drei Einsatzkräften abgelöst wurden. Sie kümmerten sich um die heimkehrende Bewohnerin.

verfasst am 03.02.2006 von Miriam Geiger