Einsatzberichte

Gebäudebrand in Kuhardt

Mittwoch, 30.04.2014 von 22:34 bis 01.05.2014 12:00

Mehrere Anrufer meldeten der Leitstelle Südpfalz und der Polizei Germersheim über die Notrufe 112 und 110 ein brennendes Hausdach in der Hauptstraße in Kuhardt. Beim Eintreffen der ersten Streife der Polizei und kurz darauf des Kleinlöschfahrzeuges (KLF) der Feuerwehr Kuhardt stand der Dachstuhl in Vollbrand.

Jugendliche, die in der "Hexennacht" unterwegs waren und den Brand bemerkt hatten, hatten bereits durch Klingeln die beiden im Brandhaus schlafenden Mädchen geweckt, so dass diese das Haus verlassen konnten. Sie hatten den Brand selbst noch gar nicht bemerkt.
Nachdem zunächst noch von weiteren Personen im Brandhaus und den direkt angebauten Häusern gesprochen wurde, erfolgte eine Absuche der Häuser. Das Obergeschoß des an der Straße befindlichen brennenden Hauses war schon nicht mehr zu betreten. Es stellte sich dann aber schnell heraus, dass keine Personen mehr in den Gebäuden waren. Die Brandbekämpfung wurde über die Drehleiter und mehrere Rohre vom Hof und der Straße aus vorgenommen. Die Flammen waren dadurch schnell gelöscht. Der Brand hatte sich aber bereits über die Dämmung in die direkt angebauten weiteren Häuser fortgesetzt. Von innen war dem Brandherd durch die Dämmung nicht beizukommen. Es mussten Dachziegeln entfernt und von oben gelöscht werden. Es war dazu ein massiver Einsatz von Löschwasser notwendig, so dass in den hinteren Häusern Wasserschaden entstand. Ein Übergreifen des Feuers auf Nachbarhäuser konnte durch den Feuerwehreinsatz verhindert werden.

Die Polizei erhielt Hinweise auf eine Gruppe Jugendlicher, die "Hexennachtstreiche" in Kuhardt durchführte. Es sollen dabei auch Silvesterkracher gezündet worden sein. Einer davon soll auf den Balkon des zunächst brennenden Hauses geworfen worden sein. Noch in der Nacht konnte die Polizei diejenigen ermitteln, die den Silvesterkracher auf den Balkon geworfen haben sollen. Vermutlich dadurch kam es zu dem Brand. Verletzt wurde niemand. Es dürfte ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro entstanden sein. Die Bewohner der drei Häuser mussten andernorts untergebracht werden.

Die Feuerwehr Kuhardt stellte eine Brandwache, die am Morgen noch zwei Mal aufflammende kleinere Brandherde löschen musste. Erst um die Mittagszeit war der Einsatz dann beendet.

Im Einsatz waren 12 Wehrleute aus Kuhardt mit dem KLF, 24 Wehrleute aus Rülzheim mit dem ELW1, dem LF 16/12, der DLK 23/12, dem TLF 20/25 und in der FEZ, 12 Wehrleute aus Leimersheim mit dem LF 8 und dem MZF2, sowie 11 Wehrleute aus Hördt mit dem KLF und dem MZF 1.
Weiterhin waren bis zu 12 Angehörige des DRK und des MHD mit 6 Fahrzeugen, sie wurden aufgrund der anfänglichen Meldung über mehrere noch in den Brandhäusern befindliche Menschen alarmiert, und 4 Angehörige des Kriseninterventionsdienstes (KID) des DRK zur Betreuung der betroffenen Bewohner vor Ort.

11 Polizeibeamte mit 5 Fahrzeugen aus dem Bereich der Polizeidirektion Landau sorgten für die Absperrung und Ermittlung der Tatverdächtigen.

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verfasst am 12.05.2014 von Miriam Geiger