Einsatzberichte

Personensuche nach Verkehrsunfall

Sonntag, 07.09.2014 von 19:27 bis 22:00

Eine Familie aus Karlsruhe mit vier Kindern, 13, 11, 9 und 5 Jahre alt, befuhr mit ihrem Fahrzeug die B9 in Richtung Wörth. Als die Fahrerin zum Überholen auf den linken Fahrstreifen wechselte, übersah sie einen schnell von hinten heranfahrenden Pkw, besetzt mit zwei Männern. Es kam zur Kollision beider Fahrzeuge, die zunächst gegen die Mittelleitplanke stießen und dann quer über die Fahrbahn nach rechts von der Straße abkamen.
Ein auf dem Weg zum Nachtdienst befindlicher Leitender Notarzt kam unmittelbar hinzu, setzte den Notruf ab und begann mit der Erstversorgung. Er ging zunächst davon aus, dass Personen eingeklemmt sein könnten und forderte daher die Feuerwehr Rülzheim an. Glücklicherweise war niemand eingeklemmt. Der Brandschutz der verunfallten Fahrzeuge wurde mit einem Schnellangriff sichergestellt. Auslaufende Betriebsstoffe wurden abgebunden, Verkehrssicherungsmaßnahmen erfolgten.
Der Fahrer des auffahrenden PKW hatte sich unmittelbar nach dem Unfall über eine Diensttreppe von der Unfallstelle entfernt. Da der Notarzt aufgrund der Beschädigungen der Fahrzeuge eine schwere Verletzung des Mannes nicht ausschließen konnte, wurde nach ihm zunächst in der näheren Umgebung gesucht. Die Suche wurde von Bundeswehrsoldaten unterstützt, die zufällig mit einem Dienstfahrzeug hinzugekommen waren. Schließlich wurde ein Personenspürhund der Rettungshundestaffel VII, ein Rettungshubschrauber und ein Polizeihubschrauber zur Suche angefordert. Der Polizeihubschrauber, der mit einer Wärmebildkamera ausgestattet war, konnte den Mann schließlich in einem Maisfeld orten. Er war alkoholisiert und hatte sich dort schlafen gelegt. Er und sein Beifahrer wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Die Familie in dem anderen Fahrzeug blieb unverletzt, wie sich nach ärztlicher Untersuchung im Krankenhaus ergab.
An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Die Mittelleitplanken wurden beschädigt.
Die Straßenmeisterei Kandel musste die Straße reinigen, bevor sie wieder vollständig befahrbar war. Während des Einsatzes war die Sperrung des rechten Fahrstreifens notwendig gewesen.
Im Einsatz waren 23 Wehrleute mit dem ELW, dem LF, dem TLF, dem Wechselladerfahrzeug WLF mit dem AB Rüst und in der FEZ.
Die Polizei war mit 6 Funkstreifenwagen und 9 Beamten/Beamtinnen der Dienststellen Germersheim und Wörth, der Rettungsdienst mit einem leitenden Notarzt, einem Notarzt und 3 Rettungswagen vor Ort.
Ein Fernsehteam des SWR war an der Einsatzstelle.

verfasst am 09.09.2014 von Miriam Geiger